CDU setzt sich für das "Zwei-Standorte-Konzept" auf dem Marktplatz ein

CDU setzt sich für das "Zwei-Standorte-Konzept" auf dem Marktplatz ein

Die Stadtverordnetenversammlung bittet den Magistrat,

  1. bis spätestens zur HFA Sitzung im Oktober 2020 dem Ausschuss ein Interims- konzept vorzulegen, wie der historische Marktplatz parallel zum Wochenmarkt auf dem Epinayplatz während der COVID19-Pandemie zeitnah für ein attraktives zusätzliches Marktangebot genutzt werden kann.

  2. Zur Erarbeitung eines „Zwei-Standortkonzeptes“ sind die bisherigen Überlegungen des Magistrats, den Wochenmarkt auf dem historischen Markt durch kulinarische Inseln zu erweitern sowie die Marktbeschicker, die Gewerbetreibenden, Gastronomen, Anwohner und interessierte Vereine einzubeziehen. Das letztgültige „Zwei-Standortkonzept“ soll im HFA vorgestellt werden.

  3. Sobald die weitere Entwicklung der COVID19-Pandemie es erlaubt, soll das vom Magistrat entwickelte erweiterte Marktkonzept mit kulinarischen Zusatzangebot und Sperrung der Eppsteinerstraße für den historischen Markt erprobt werden.

  4. Erfahrungen und Ergebnisse sind sowohl nach der Interimsphase, als auch 12 Monate nach Einführung eines „Zwei-Standortkonzeptes“ zu evaluieren.

Begründung:

Die coronabedingte Verlagerung des Wochenmarkts auf den Epinayplatz hat die Besucherfrequenz der Ladengeschäfte am und um den historischen Markplatz stark absinken lassen. Um hier möglichst rasch Abhilfe zu schaffen, soll kurzfristig erprobt werden, welche zusätzlichen Marktangebote auf dem historischen Markplatz parallel zum Versorgermarkt auf dem Epinayplatz angesiedelt werden könnten.

Sobald es der Verlauf der Corona-Pandemie erlaubt soll der in der Stadtverordnetenversammlung vom 14.02. einstimmig beschlossene Antrag, den historischen Wochenmarkt durch kulinarische Inseln zu erweitern, erprobt werden. Das hierzu vorliegende Konzept, das eine teilweise Sperrung der Eppsteiner Straße vorsieht, ist dann umzusetzen.

Über die Interimslösung hinaus, die zu Belebung der Innstadt unter Einbezug der Strackgasse dringend kurzfristig geboten ist, soll ein endgültiges „Zwei-Standortkonzept“ unter Berücksichtigung eines um kulinarische Inseln erweiterten Marktes auf dem historischen Markt und unter Einbeziehung der Marktbeschicker, der Gewerbetreibenden, Gastronomen, Anwohner und interessierte Vereine entwickelt werden.

Innenstädte können nur dann attraktiv sein, wenn sie zum Bummeln und Verweilen einladen und herausragende Plätze innerhalb ihrer schon über Jahrhunderte bestehenden Nutzung erhalten bleiben.

Dabei ist es sinnvoll eine Verbindung zwischen dem Epinayplatz und dem historischen Markt auf Dauer und an jedem Samstag herzustellen, um so Laufwege durch die Stadt zu lenken, die ganz besonders auch dem ansässigen Einzelhandel und damit der Innenstadtbelebung zugutekommen.

Den historischen Markt vor historischer Kulisse der Corona-Pandemie zum Opfer fallen zu lassen und Märkte ausschließlich auf dem Epinayplatz durchzuführen, führt auf Dauer zu einer Verödung des historischen Marktes und der Innenstadt.

Innenstädte müssen zu Einkaufserlebnissen werden, dass ist ihr entscheidender Vorteil gegenüber dem Internet. Um Einkaufserlebnisse zu schaffen, bedarf es der Nutzung der Besonderheiten und der Schönheiten einer Stadt. Und Oberursel verfügt mit dem historischen Markt und einem bunten Marktreiben mit Marktständen auf diesem historischen Markt vor Fachwerkkulisse und dem Torbogen des Alten Rathauses über ein ganz besonderes „Kleinod mit Flair“.

Dieses erhebliche Potential muss für die Stadt und das Leben in der Stadt genutzt werden. Dabei muss ein Bogen zwischen dem historischen Markt und dem Epinay-Platz durch ein nachhaltiges „Zwei-Standortkonzept“ gespannt werden, dass an jedem Samstag beide Plätze miteinbezieht.

Die Konzepte, sowohl das Interimskonzept als auch das endgülte „Zwei-Standortkonzept“ sind zudem zu evaluieren, um die daraus gewonnen Erkenntnisse zur Steigerung der Innenstadtattraktivität zu nutzen und Maßnahmen anzupassen oder zu erweitern.

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